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Von wegen Standards: Dokumentenformate bei der ArchivierungPfaffhausen 10.1.2008: Als wir vor mehr als 15 Jahren mit der Entwicklung unserer Archivista-Produkte begonnen haben, war ein digitales Archiv mit hohen Hürden verbunden. Die ersten Flachbettscanner kosteten mehrere tausend Franken und das Scannen einer Seite dauerte doch eher eine Ewigkeit (Minuten!), von einem erschwinglichen Einzug ganz zu schweigen. Zwar gab es damals schon Disketten im 3.5"-Format, doch der Daten-Austausch scheitert(e) -- damals wie heute -- daran, dass Textverarbeitungssoftware XYZ nicht mit der Software ABC kompatibel war bzw. ist. Standardisierte Archivista-Formate seit 1993Weiter haben wir (insbesondere als Anbieter) gelernt, nur Formate zu verwenden, die wir in- und auswendig kennen. Das hatte schon früh Konsequenzen. So verzichteten wir von Anfang an auf die Microsoft Office-Dokumente als Archivformat. Natürlich wäre es lukrativ gewesen, diese Dokumente einfach ins Archiv zu stellen. Nur, wie lesen wir Office-Dokumente zehn Jahre später ohne Microsoft Office wieder? Die PDF-Falle kann jederzeit zuschlagenDas gleiche gilt im übrigen auch für die um die Jahrtausendwende aufkommenden PDF-Dokumente. Wie öffnen wir diese ohne den Acrobat-Reader von Adobe? Wer nun einwendet, der Acrobat Reader laufe unter allen Betriebssystemen, dem sei entgegnet, dass die Lesbarkeit von archivierten Daten nicht von einem bestimmten Betriebssystem abhängig sein sollte, mal abgesehen davon, dass die aktuellen Acrobat-Versionen unzählige Abhängigkeiten haben, die zu erfüllen nicht immer so einfach sein dürfte. "Formatkrieg" zwischen Office- und PDF-DateienIch habe mich lange Zeit gewundert, warum nur die Microsoft Office Produkte keinen PDF-Export anbieten. Ich glaubte auch, dass es wohl mehr daran liegen muss, dass Microsoft partout nicht will, dass ich Office-Dokumente ins PDF-Format übertragen kann; letztlich braucht mein Gegenüber ja dann keine Office-Suite mehr, um das Dokument betrachten zu können. OpenDokument-Format und XMLWas heisst das für die Archivierung, für ein langfristig ausgerichtetes DMS? Ehrlich gesagt kann die offene Antwort nur lauten, wir verzichten auf beide Formate, denn weder Office- noch die PDF-Dokumente eignen sich für die Archivierung. Gibt es Alternativen? Im Prinzip schon, mit dem OpenDocument-Format stünde ein Format zur Verfügung, dass wenigstens offen dokumentiert ist. Und was sagen die Spzeialist/Innen auf dem Gebiet?Der Verein Schweizerischer Archivarinnen und Archivare beschäftigt sich auf der Hauptseite mit der Konservierung der Mikrofilme. Richtig, den Mikrofilmen hat man eine Lebensdauer von 500 Jahren vorausgesagt. Nach einigen Jahrzehnten sind sie allesamt Sanierungsfälle. Und was sagt der Verein heute zur Langzeitarchivierung. Die Archivierungsempfehlungen werden als Word-Dokument veröffentlicht (immerhin ist das Inhaltsverzeichnis als HTML-Datei abrufbar). Dann viel Spass beim Lesen in 10 Jahren. Damit sei explizit gesagt, dass der Verein sehr wohl einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung von wichtigen Daten leistet (viele Informationen sind nach wie vor nur auf Mikrofilm verfügbar), dass er aber nicht unbedingt einen Beitrag zur gegenwärtigen Problematik leistet, wenn er selber Word-Dateien zum Download anbietet. Die wichtigsten zehn Eckpunkte für langfristige DatenbeständeErwarten Sie nun bitte nicht, dass ich sage, mit der ArchivistaBox wäre das alles nicht passiert. So einfach ist es leider nicht. Und doch kümmern wir uns bei Archivista seit ca. 15 Jahren um die Archivierung digitaler Daten mit den folgenden zehn Eckpunkten:
In den letzten Jahren haben wir diese Grundsätze verfeinert:
Seit mehr als 12 Jahren keinen Datenträger konvertiertDie Bilanz dieser Eckpunkte ist erstaunlich: Seit mehr als 12 Jahren haben wir keinen Datenträger mehr konvertiert. Die einzige Konvertierung wurde notwendig, weil wir 1994 das Gif-Format einführten, um 1996 feststellen zu müssen, dass die Firma Unisys plötzlich hohe Patentgebühren einfordert. Nebenbei erwähnt, dass war zwei Jahre, bevor wir das Produkt Archivista überhaupt verkauft haben. Im Maximum 10 Milliarden Seiten und 0,4 Cents Kosten pro Seite/Jahr.Wir haben mit kleineren Archiven (einige tausend Belege begonnen). Technisch ist es uns möglich, ca. 150 Millionen Akten pro Archiv bzw. ca. 10 Milliarden Seiten pro Archiv zu verwalten. Derzeit haben unsere Kunden Archive mit einem höheren Millionenbestand an Seiten am Laufen. Auf den derzeitigen ArchivistaBoxen (Typ Eiger) können redundant für weniger als 5000 Euro ca. 5 Mio Seiten verwaltet werden. Die jährliche Wartungsgebühr beträgt (inkl. Ersatz der Hardware) 15 Prozent, dies ergibt über 10 Jahre weitere 7500 Euro an Kosten. Dies ergibt einen Seitenpreis von gerademal 4 Cents für die Wartung einer Seite über 10 Jahre bzw. 0,4 Cents pro Jahr. Nicht eingerechnet sind hier Betriebskosten (insbesondere Stromkosten), diese dürften aber beim Betrieb der stromsparenden ArchivistaBoxen (Embedded-Produkte) bei einem zweistelligen Euro-Betrag pro Jahr liegen und dürften den Seitenpreis nur im Promillebereich beeinflussen. Mindestens 30 Jahre Garantie auf Lesbarkeit der DatenWir garantieren für sämtliche mit der ArchivistaBox archivierten Informationen 30 Jahre Investitionsschutz auf die Bildinformationen (Seiten) und Datenstrukturen (Akten), d.h. wenn Sie heute eine ArchivistaBox erwerben, können diese Daten auch in 30 Jahren noch mit jedem handelsüblichen Rechner gelesen werden. Wir garantieren weiter, dass ihre Daten keine ausführbaren Datenprogramme enthalten, d.h. dass die Datenstrukturen zu 100 Prozent von den Programmen der ArchivistaBox getrennt verwaltet werden. Mit all diesen Punkten und viel Engagement tragen wir dazu bei, Informationen langfristig verfügbar zu halten. Fazit: Ja, es geht...Seit nunmehr 15 Jahren beschäftigen wir uns mit der Archivierung digitaler Daten. Seit 10 Jahren profitieren unsere Kunden von unseren Lösungen. Seit mehr als zwei Jahren kann die ArchivistaBox komplett als OpenSource betrieben werden. Die Kosten für den Betrieb eines digitalen Archivs sind -- so denn die Lösung richtig implementiert wird -- minim. Und noch etwas, wer glaubt, alles extern in Auftrag vergeben zu können und vom Wissen der externen Fachkräfte profitieren zu können, der läuft immer Gefahr, dass diese externe Fachkraft auch falsch liegt. In diesem Sinne laden wir herzlich zum Download der ArchivistaBox ein.
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